Die Witwe

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Die WitweDie Witwe Heinrich Hartkamp sah die Frau im Verhörzimmer nicht zum ersten Mal. Und wie bei den anderen fünf Malen war sie auch diesmal am Boden zerstört und voller Trauer. Einmal den Ehemann verlieren, das war Pech. Zweimal konnte passieren. Beim dritten Mal schaute man schon mal genauer hin und wenn man nichts fand, dann schloss sich die Akte wieder. Bei vierten Mal drehte man alles auf den Kopf und nahm sie ins Verhör, nur um sich der todunglücklichen Frau zu stellen. Aber das verhinderte nicht den fünften Tod in ihrer Umgebung. Aber selbst der Lügendetektor offenbarte nicht ihr Geheimnis. Entweder trug sie Schuld an all diesen Toten oder diese schöne Frau hatte einfach nur unglaubliches Pech.Aber Heinrich Hartkamp wollte es jetzt wissen. Frei nach dem Motto wenn man alles unmögliche ausschließt, dann ist das, was übrigbleibt, die Wahrheit, so unwahrscheinlich sie auch klingt, wollte er der Sache auf den Grund gehen.Frau Wengerter trug wie immer, wenn er sie sah, schwarz. Unter dem dunklen Schleier ragten schwarze Haare hervor. Ihre akkurat gefeilten Fingernägel leuchteten in tiefem Schwarz an ihren sehr weissen Händen. Sie trug eine schwarze Sonnenbrille, damit man ihre verheulten Augen und das verschwommene Make-up nicht so sah. Er stellte ihr und sich eine Tasse Kaffee auf den Tisch, die sie mit einem Nicken dankend nahm und sich dann daran mit zitternden Händen festhielt, als wenn ihr Leben von dieser abhing. Er setzte sich mit der ziemlich dicken Akte ihr gegenüber an den Tisch. „Herzliches Beileid, Frau Wengerter. Es tut mir Leid, dass wir uns erneut unter so schrecklichen Umständen treffen.“ „Bitte nennen Sie mich Angela, ich kann es kaum ertragen, weiter mit dem Namen meines nun sechsten Ehemanns angesprochen zu werden. Ich werde nie wieder jemanden in mein Leben lassen. Ich bringe allen nur Unglück.“ Herzzerreißend heulte Frau Angela Wengerter in ihre Hände. Wenn das alles nur gespielt war, dann war diese Frau die Königin des Broadways. „Okay, Angela. Dann sollte sie mich auch Heinrich nennen“, sagte Kommissar Hartmann. „Möchten Sie mir erzählen, was passiert ist? Wie haben sie ihren sechsten Mann kennen gelernt?“Die Frau schniefte und zog ihre Brille aus. Durch den Schleier hindurch schaute sie Heinrich aus wundervoll, grünen Augen an, die Heinrich sofort fesselten. Das war bisher immer passiert und er dachte es eigentlich überwunden zu haben, aber diese Augen waren irgendwie magisch. Jetzt erinnerte er sich auch wieder daran, dass ihre Haare eine andere Farbe gehabt hatten. War sie nicht brünett gewesen, oder blond? Er lenkte sich ab, in dem er die Akte aufschlug und zu Oberst waren ihre bisher 6 Fotos vom Erkennungsdienst. 6 mal sah er ihr trauriges Gesicht eingerahmt von 6 unterschiedlichen Haarfarben. Alle mehr oder weniger ein Jahr auseinander. Das erste als blauer Punk mit etwa zwanzig. Ihre Kleidung war immer schwarz gewesen und er fragte sich gerade, wie sie wohl in anderen Kleidern aussah. Sie hatte etwas gebraucht, bis sie sich gefangen hatte und die Erinnerungen sortiert hatte. „Ich glaube, es war vor einem halben Jahr im Urlaub. Ich hatte mich Monate lang nach dem Unfall von Johannes in meiner Wohnung vergraben. Wenn mich meine Freundin Pia nicht da raus gezogen hätte, ich wäre da heute noch drin.“ Der Kommissar schaute in seinen Akten nach, von was Angela eigentlich lebte und entdeckte ihre Angabe, dass sie von zu Hause aus Aktienhandel betrieb. Dank dem Geld von mittlerweile fünf Ehemännern musste da ein stattliches Vermögen aufgekommen sein. Doch dann stutze er. Es schien so, als hätte sie jedes einzelne Erbe zu Gunsten der restlichen Familienmitglieder abgelehnt. Sie war zurück in eine kleine Stadtwohnung gezogen, die sie von ihrer Familie geerbt hatte, die fast alle bei einem Autounfall vor vierzehn Jahren gestorben waren. Sie hatte den Unfall damals überlebt, ihr Vater und ihr Bruder nicht. Es war fast so, als wenn ihr der Tod seit damals folgen würde. Er sah am Rand einen Vermerk auf eine Jugendakte, den er scheinbar bisher übersehen hatte. „Erzähl bitte weiter Angela.“ Sie nahm einen Schluck aus dem Kaffeebecher. „Pia und ich sind nach Italien gefahren. Ligurische Küste. Wandern und lecker Essen, hat sie gesagt. Ein einsames Haus an der Steilküste, wo dich keiner kennt, sagte sie und ich folgte ihrem Angebot. Sie hatte recht, es tat mir gut und nach 3 Monaten der Trauer und der Einsamkeit fühlte ich mich an ihrer Seite nicht mehr wie eine von der Welt ausgestoßene. Und nach einer Woche mit faulenzen auf der Terrasse war ich wieder bereit, unter Menschen zu gehen. Sie brachte mich zu einer Stranddisko. Wir hatten unglaublich viel Spaß. Diese Bewegungen zur Musik, die warme Luft, die vom Meer mit einer Briese leicht erfrischt wurde. Sie machte aus mir einen neuen Menschen. Ich war wieder glücklich an diesem Abend. Und da bin ich Anton aufgefallen. Er hat versucht, mich anzusprechen, aber ich habe ihn ignoriert. Ich wollte eigentlich keinen Mann mehr in meinem Leben. Acht verlorene Lieben sollten für ein Leben reichen, dachte ich damals.“ Wieder vergrub sie ihr Gesicht heulend in den Händen. Heinrich, fragte sich gerade, wer die anderen drei gewesen waren und dachte wieder an die gesperrte Jugendakte. Fast beiläufig fragte er, wer den die ersten der acht gewesen waren. „Mein Vater, mein kleiner Bruder und mein erster Freund, der einen Herzinfarkt bei einer Party erlitt“, schluchste sie. “Damals waren wir auf einer Party und da muss etwas in der Bowle gewesen sein, ich habe mir damals nichts aus Alkohol gemacht und nichts davon getrunken. Ich war der einzige, der damals nichts hatte. Da habe ich danach das erstemal in so einem anadolu yakası escort Zimmer gesessen. Alle dachten, dass ich da was rein getan hätte. Das war eine wirklich schwere Zeit für mich. Ab da wollte niemand mehr etwas mit mir zutun haben. Teufelsweib haben sie mich genannt.“ Wieder vergrub sie ihre Gesicht in den Händen. „Färben sie sich deshalb die Haare? Damit keiner ihre eigentlich roten Haare sieht?“Er wusste nicht, wie er darauf kam, dass ihre Naturfarbe eigentlich rot war. Er stellte sich gerade vor, wie sie in dieser Farbe aussehen müsste und er fühlte sich sofort von diesem Bild angezogen. „Hatten sie ihre Farbe, als sie Anton kennen gelernt haben?“Sie sah ihn an und schüttelte dann den Kopf: „Ich habe seit der Schule meine Haare gefärbt. Ich wollte nie wieder als Teufelsweib bezeichnet werden.“ „Schade“, sagte Heinrich und sah zum erstenmal ein angedeutetes Lächeln, das aber schnell wieder von Trauer überdeckt wurde. Aber diese kurzes Lächeln hatte gereicht, dass Heinrich sich der Anziehung der Frau kaum noch erwehren konnte. Er musste sich regelrecht ermahnen. „Das ist eine Verdächtige Serienmörderin.“ – „Oder eine unschuldige, vom Pech verfolgte, schöne und geile Frau“, sagte ein anderer Teil in seinem Kopf. „Angela, erzählen sie bitte weiter. Sie haben also Anton Wengerter abblitzen lassen. Wie wurde aus ihnen trotzdem ein Paar?“„Er hat sich an dem Abend in mich verliebt, sagte er. Und er hat dann nicht mehr locker gelassen. Er brauchte drei Tage, um unser Haus zu finden. Und dann stand er morgens mit einem Strauß voller Rosen auf unserer Terrasse. Pia hat mir gesagt, ich soll ihn mir klar machen und hat ihm gesagt, dass ich eine unglückliche Witwe sei, die noch immer um meinen verflossenen Ehemann trauere.“ „Sie haben ihm von ihrem Ex erzählt?“„Ich habe ihm von allen seinen Vorgänger erzählt. Er wollte jeden einzelnen Tod wissen, die er dann für sich ausschloss.“ „Wie konnte er den Tod ihrer Familie ausschließen?“„Er fuhr kein Auto, immer nur Motorrad oder mit Bus und Zug. Er war sehr ökologisch eingestellt. So gar sein Motorrad fuhr mit Strom. Wegen ihm habe ich mein ganzes Portfolio auf Umweltfirmen umgestellt. Er war da sehr überzeugend.“Sie seufzte. „Ich vermisse ihn so. Ich dachte, mit ihm hätte ich mein Glück gefunden. Warum passiert immer mir so etwas. Habe ich nicht schon genug gelitten?“Wieder vergrub sie ihr Gesicht in den Händen. Heinrich tat es Leid. Wie schon die letzten Male glaubte er ihre Trauer. Aber auch ein Mörder konnte um sein Opfer trauern und um sich selbst, weil sie erwischt wurden. Das hatte er selber schon in diesem Raum gesehen. War Angela so jemand? Aber was sollte ihr Motiv gewesen sein. Der Lust am Moment des Todes? Oder war bei allen etwas vorgefallen, was dies auslöste? Ein falscher Satz? Eine unbedachte Berührung? Beim Sex zu früh gekommen?„Wie war der Sex mit Anton?“ fragte er und fragte sich im selben Moment, warum er das jetzt fragte. „Toll“, heulte sie. „Er war so liebevoll und ein richtiger Gentleman. Er hat mich immer aufgefangen und getragen, wie wild wir es auch getrieben haben. Ich werde nie wieder jemanden wie ihn haben.“Heinrich strich Sex von der Liste der Gründe. Eigentlich war sie nie sehr lang gewesen. Die Männer ihres Lebens waren so unterschiedlich wie ihre Frisuren gewesen. Vom reichen Unternehmer zum fast mittellosen Punkmusiker war alles dabei. Sie hatte noch keinen Polizisten, sagte eine Stimme in seinem Hinterkopf und Heinrich versuchte sie zu vergraben. Er wollte nicht auf der Liste ihrer Verblichenen landen. Auch wenn er sie begehrenswert fand und er Single war, sie war noch immer eine Verdächtige und er ein Ermittler. Es klopfte an der Tür und der Forensiker trat mit dem Bericht herein. Er schüttelte den Kopf. Das bedeutete natürliche Ursache, so natürlich der Unfall mit einem Motorrad auf einer Landstraße sein konnte. In einer Kurve konnte ein Stein darüber entscheiden, ob man weiter fuhr oder ob man sich mit seinem Motorrad vor einem Baum wieder fand. Anton hatte die Begegnung mit dem Baum nicht überlebt. Es war ein Unfall, der wohl auf eine Unachtsamkeit von ihm gefolgt war. Bei dem Gedanken stutze er. Wieder blätterte er durch die Akte. Alle Männer ihres Lebens waren durch eine Art Unfall gestorben. Alle bis auf ihren erste Freund durch mehr oder weniger eigenes Verschulden.Alle Tode konnte man als eine Art Unachtsamkeit deklarieren, wie zB der Ehemann Nr drei, der seinen Fallschirm erst 10 Meter über dem Boden aufgemacht hatte. Viel zu spät, als dass er ihn noch ausreichend hätte bremsen können. Aber mit was sollte sie bei Männern Unachtsamkeit auslösen können? Und wie sollte sie dies aus der Entfernung bewirken können? Das konnte keiner. Nicht in dieser Welt. In einer Welt der Magie vielleicht. Da könnte man einen Menschen verfluchen. Aber sowas gab es in Wirklichkeit nicht. „Es tut mir Leid, Angela, dass ich ihnen solche Unannehmlichkeiten bereiten musste. Ich danke trotzdem, dass sie hier waren und wünsche Ihnen, dass sie nicht solange Trauern werden. Sie können gehen.“„Danke, Heinrich“, sagte sie und stand auf. Als sie an ihm vorbei ging, sagte sie noch unendlich traurig wirkend: „das werde ich nicht.“ Heinrich schaute ihr lange hinterher. War es das Gewesen? Das Geständnis, dass sie bei allem trotzdem das vermutete mörderische Wesen war, dass nach einer kurzen Zeit der Trauer sich auf die Suche nach einem neuem Opfer machte? Und er hat sie wieder nicht überführen können und sie erneut auf die Welt losgelassen?„Kann sie trotz allem am Tod all dieser Männer schuld sein“, fragte Heinrich mehr als beiläufig, als der Forensiker erneut zu ihm trat. pendik escort „Solang du nicht an was übernatürliches denkst, gibt es keine rationalen Zusammenhang zwischen dem Tod ihrer Männer und ihr.“ ****Heinrich ging Angelas letzter Satz lange nicht aus dem Kopf. Was konnte er bedeuten? Bis tief in die Nacht grübelte er. Er musste an den Vater aller Ermittler denken: Wenn man alles möglich ausgeschlossen hatte, war das, was übrig blieb, so unmöglich es auch schien, die Wahrheit. Wenn er also annahm, dass sie an dem Tod ihrer Männer in irgendeiner Form die Schuld trug, aber sie auf keine real und natürliche Art dies bewerkstelligen konnte, dann blieb nurnoch das übernatürliche Übrig. Sie hatte alle ihre Männer verflucht. Nein, dachte Heinrich. Das konnte nicht sein. Er war immer stolz auf seine Menschenkenntnis gewesen. Angela litt. Das war nicht gespielt, das war echt. Aber was bedeutete dann der letzte Satz? Sie wird doch nicht?Heinrich rannte ohne Jacke und Waffe mit der Akte in der Hand nach draußen vors Präsidium. Gerade kamen Kollegen, die ihn zum Glück kannten, mit einem Dienstwagen an. Er nahm einen von ihnen seine Schlüssel ab und brauste los. Mit Blaulicht und der Akte auf dem Schoß hetzte er durch den auf Seite springenden Verkehr. Keine zehn Minuten später stand er vor ihrer Tür und klingelte Sturm, doch niemand öffnete. Er legte ein Ohr an diese und hörte im Inneren das plätschern von Wasser. Nein dachte er, bitte nicht. Ein klingeln bei den Nachbarn ergab, dass eine ältere Frau im Parterre wohl einen Schlüssel für ihre Wohnung hatte. Durch seine sorgenvolle Miene aufgeschreckt und durch seinen Ausweis beruhigt überließ sie ihm die Schlüssel. In der Wohnung folgte er dem Geräusch des laufenden Wassers. Im Bad war der ganze Boden voll ihrer schwarzen Haare. Das Wasser in der Dusche war an. Der Vorhang zugezogen. Er riss ihn bei Seite und sah sie nackt in ihrem Blut sitzen, den Kopf zur Seite geneigt. ****Angela wusste erst nicht wo sie war. Sie lag auf etwas weichem unter einer Decke. Sie roch den Geruch eines männlichen Parfüms, dass sie entfernt an Jemanden erinnerte. Sie war noch immer nackt und er war es offensichtlich auch. Aber warum sollte er hier sein? Ein Bild formte sich in ihrem Geist. Der Kommissar, der sie verhört hatte. Er war der letzte, den sie beim Aufwachen erwartet hätte. Und eigentlich hatte sie nicht mehr aufwachen wollen. Trotzdem war seine Wärme angenehm an ihrer Seite. Sie fühlte sich selber kalt und fast wie gelähmt. „Bist du wieder wach?“ hörte sie seine Stimme. „Ja“, flüsterte sie. „Warum bist du hier? Warum bin ich hier?“Sie war in ihrem Schlafzimmer in ihrem Bett. „Ich habe dich noch rechtzeitig gefunden und der Notarzt sagte, dass du stabil genug seist, damit sie dich nicht mitnehmen müssten. Und ich habe etwas meinen Einfluss als Polizist spielen lassen. Ich habe versprochen auf dich aufzupassen.“„Aber warum hast du nichts an?“„Ich bin nass geworden, als ich dich aus der Dusche zog. Meine Sachen sind jetzt in deinem Trockner. Und ohne Kleidung ist es in deiner Wohnung ziemlich kühl.“ „Hatte wir…“„Sex? Nein. Du warst nicht bei Bewusstsein. Du bist die wirklich schönste Frau, die ich je in meinem Leben sah. Vor allem mit den roten Stoppeln auf dem Kopf bist noch mal einen Ticken begehrenswerter. Ich würde es dir trotzdem nicht antun. Wer weiß, was mir dann passiert.“„Ich tue niemanden was.“„Ich glaube, dass du es doch tust. Aber ich weiß noch nicht, wie es dazu kommt. Ich glaube, du bist dir dessen nicht bewusst. Entweder ist es ein Fluch oder du bist es selber, etwas in dir, dass du nicht kontrollierst, weil du es nicht weißt.“ „Das ist doch verrückt.“ „Aber wenn ich recht habe, wäre es die Rettung für deine Liebe. Du könntest lieben und geliebt werden, ohne dass du Angst davor haben müsstest, dass du sie wieder verlierst.“ „Das wäre schön“, sagte sie. „Aber dieses Hoffnung habe ich verloren.“ „Und deshalb glaube ich nicht mehr, dass du es willentlich herbei führst. Allerdings frage ich mich, ob du mit jedem deiner Opfer intim warst.“ „Also sind es doch noch meine Opfer?“„So war das nicht gemeint, Angela.“ „Okay, ich hatte mit jedem von ihnen Sex.“ „Auch mit deinem Vater und deinem Bruder?“ „Neeeiiin. Was denkst du nur von mir. Das war meine Familie.“Heinrich machte ein Pause. „Hast du oder dein Bruder damals jemanden geärgert, der irgendwie merkwürdig war?“„Was meinst du?“ „Eine alte Frau oder einen merkwürdigen Mann?“„Du glaubst doch nicht etwa an Hexen und sowas.“ „Was ich glaube und was theoretisch möglich ist sind zwei Dinge. Ich glaube einfach nicht an soviel gehäuftes Pech wie bei dir.“ „Du glaubst, jemand hat mich verflucht und der Fluch bringt nun die Menschen, die ich liebe, um. Die Theorie hat einen Haken. Ich liebe meine Mutter und meinen Oma und die leben beide noch. Und auch alle meine Freundinnen rühmen sich bester Gesundheit. Warum erwischt der Fluch nur Männer?“„Warst du je mit einer Frau intim?“„Ja mit Pia, meiner Freundin. Wir sind es immer mal wieder, wenn ich keinen Mann an meiner Seite habe.“Sie machte eine Pause, in der sie auch seinen Gedanken folgte. „Nein, so darfst du nicht denken. Sie ist die Schwester meines zweiten Mannes. Sie hätte ihm nie etwas getan. Sein Tod hat uns beide aus der Bahn geworfen.“ Wieder lagen sie nur da. Heinrich bemerkte langsam die Veränderung an sich. Angela war schon immer für ihn eine Art Magnet gewesen. Die Ausstrahlung dieser Frau, ihre grünen Augen. Ihre leuchtende weiße Haut, die im Sommer leicht rotbraun wurde und nun diese kurzen roten Haarstoppeln. Dieser Frau konnte man verfallen und er hatte kein Problem damit, dass ihm das jetzt passierte. tuzla escort Er küsste sie und zog sie auf sich drauf. Als sein Stab fast wie selbstverständlich ihre Scham berührte, formte sich eine letzte Idee, die aber von der nun aufkommenden Ektase weggespült wurde. Ihre Leidenschaft war wie ein Strudel, der ihn aufsaugte und er war nur zu bereit, ihr alles von sich zu geben. ****Heinrich sass verträumt in seinem Büro, als sein Kollege von der Forensik hinein kam. „Heinrich.“ Keine Antwort. „Heeeiiiinriiiich.“ „Was?“„Ah. Du bist wieder auf unserem Planeten. Du hast mich doch geben in den Unterlagen nach einer Gemeinsamkeit aller Todesfälle der schwarzen Witwe zu suchen.“„Nenn Angela nicht so.”Der Forensiker zog eine Augenbraue hoch, fuhr aber dann fort. „Also alle Opfer hatten kurz bevor es zu dem Unfall kam Sex mit Frau Wengerter. Und alle wiesen einen für ihr Alter sehr geringen Testosteronspiegel auf. Zumindest bei den letzten dreien konnten wir das noch untersuchen.“ „Was kann das den verursachen? Und welche Folgen kann das haben?“„Was das verursacht, kann ich bei den Betroffenen nicht sagen. Die normalen Anzeichen wie kaputte Nieren oder das Fehlen von Hoden war nicht zu finden. Als Folge ergibt sich jedoch ein nachlassen von kognitiven Fähigkeiten.“ „Männer werden dumm?“„Nein, aber sie reagieren langsamer.“ „So langsam, dass sie zu spät die Reizleine eines Fallschirm ziehen oder einem auf der Straße liegenden Ziegelstein ausweichen, der plötzlich in ihrem Weg auftaucht? Etwas was sie vorher problemlos hinbekommen haben?“Der Forensiker schaute ihn nachdenklich an und nickte. „Okay, wie kann man ein Hormon aus dem Körper entfernen?“, wollte Heinrich wissen.„Garnicht. Nicht so wie in dem Befund. Man müsste das Blut komplett aus dem Körper holen. Anschließend nur dieses eine Hormon heraus syntetisieren, was fast unmöglich ist, und anschließend alles wieder reinpumpen. Und das innerhalb von 3 Stunden vor der Tat, bevor der Körper reagiert und Botenstoffe in hohen Mengen ausstößt, um die Produktion wieder zu steigern. In einer realen Welt ist das unmöglich.“ „Und wenn die reale Welt nicht so real wäre?“ fragte Heinrich. Der Forensiker überlegte. „Sie müsste ein Sukkubus sein.“ „Was ist das?“„Ein Geistwesen, das Männern der Legende nach den sexuellen Odem stiehlt, um sich davon zu nähren. Aber sie töten ihre Opfer nicht. Es ist sogar ausgesprochen treu, wenn es einmal das für sie richtige Wesen gefunden hat.“ „Und woher weiß ein Forensiker das?“„Weil der Forensiker ein Semester Alchemie und Okkultig hatte. Nur weil die Anfänge heute nicht mehr modern sind und in unserer technisierten Welt alles überdeckt ist, heißt es ja nicht, dass Jahrhunderte alte Überlieferungen wertlos sind. Und auch moderne Hexen können mal Opfer einer Tat werden. Dann möchte sie nicht, dass ihr Lecken an einem Fliegenpilz vorschnell zu einer Unfalltotdiagnose führt, nur weil der Forensiker keine Ahnung hat.“ Heinrich nickte. Er tippte Sukkubus bei Google ein und erhielt Bilder mit Flügeln und Hörnern an bildhübschen Frauen. Er dachte an Angela und die Nacht. Sie war auch unglaublich schön. Aber nicht mehr. Keine Hörner und weit und breite auch keine Flügel hatte er gesehen. „Weiß es eine Sukkubus, wenn sie einer ist?“„In der heutigen Zeit ohne Kontakt zum Okkulten, wo alle möglichst normal sein wollen? Ich denke, sie könnte es nicht wissen.“ „Wie könnte man mit so jemanden leben?“Der Forensiker grinste: „Es gibt Testosteron als Salbe. Die kann man sich auf den Hoden auftragen. Oder in einer Spritze. Dann wärst du für die Sukkubus ein gefundenes Fressen.“ „Sehr witzig. Ich meines es ernst.“„Also ich fasse nochmal zusammen. Du hast dich in eine Frau verliebt, gegen die du Ermittlungen aufgenommen hast, weil du vermutest, dass sie sechs ihrer bisherigen Männer umgebracht hat. Da du kein rationales Argument gefunden hast, warum sie es getan haben könnte, sind wir auf die Idee mit dem Sukkubus gekommen. Und jetzt willst du von mir den Rat, wie du das am Besten überlebst. Ich würde dir raten, es ihr zu sagen, was du vermutest. Wenn sie dich auslacht, dann weiß sie es nicht. Wenn sie sofort mit dir Sex hat und du später auf meinem Tisch landest, weiß ich, das sie es weiß, kann aber trotzdem nicht gegen sie vorgehen, weil mir niemand glauben wird. Hab ich es soweit verstanden?“„Bis auf die Sache mit meinem persönlichen Ableben, das würde ich gerne vermeiden.“ „Hattest du schon Sex mit ihr?“Der Forensiker schaute Heinrich an und holte dann eine Einwegspritze aus der Tasche. „Du hattest. Ich hätte gerne dein Blut.“ ****„Ich habe sie getötet“, Angela sass mit starrem Gesicht da. „Wie soll ich mit diesem Wissen leben? Warum hast du mich nicht vor einer Woche sterben lassen? Es wäre für alle besser gewesen. Es wäre für dich besser.“ „Was soll daran besser sein?“, wollte Heinrich wissen und legte seine Arme um sie. „Ich liebe dich und ich werde dich nie verlassen.“ „Das haben die anderen auch gesagt, aber ich habe sie umgebracht.“ „Nein das hast du nicht. Nur weil heute keiner mehr die Zeichen erkennen konnte, bedeutet das noch lange nicht, dass du für ihren Tod verantwortlich bist. Wenn einer von ihnen einen Schalentierallergie gehabt hätte, ohne es zu wissen, und du hättest ihm zur Feier eines besonderen Tages einen Hummer serviert und er hätte ihn gegessen und wäre tot umgefallen, wärst du ja auch nicht schuld.“Angela schien das Beispiel von Heinrich etwas zu beruhigen. Sie lehnte sich an seine Schulter an und genoss die neue Wärme an ihrer Seite. „Und jetzt?“, wollte sie wissen.„Jetzt weißt du es, dass wir Männer nach dem Sex vor Liebe zu dir doll im Kopf sind und du kannst auf uns aufpassen. Der Doc sagt, nach drei Tagen pendeln sich die Werte wieder ein.“ „Und wenn ich öfter Sex haben will?“„Dann musst du mich wohl einsperren, damit mir nix passiert.“ „Klingt verlockend. Wie viel Urlaub hast du noch?“„Für dich bis zum Ende meines Lebens.“ „Bitte mach nicht solche Scherze.“

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